Europa im Wandel – von United Europe

Die Zeiten für uns Europäer wandeln sich.

Der Glaube der 2000er Jahre an eine quasi garantierte bessere Zukunft ohne Wiederholung der Fehler der Vergangenheit hat sich als Illusion herausgestellt.

Wir Menschen neigen dazu, unsere eigene Realität, das gefühlte Jetzt als einen Zenit in unserer Entwicklung zu sehen, das von Francis Fukuyama beschriebene Ende der Geschichte. Tatsächlich ist es jedoch nur eine weitere Episode in einer endlosen Wiederholung von Entstehen und Vergehen von Staaten und Staatsformen, von Kriegen und Frieden.

Für die Menschen am Vorabend des ersten Weltkrieg gab es wie für uns schon lange eine Welt in Frieden, voller Optimismus und neuer, modernster Erfindungen wie Flugzeuge, Funk und Automobilen. Kaum jemand konnte sich ernsthaft vorstellen, das diese geordneten Strukturen wie Kartenhäuser in sich zusammenfallen und die Welt für Jahrzehnte in ein  entsetzliches gegenseitiges Morden und Abschlachten stürzt.

Emotionen bestimmen zu einem großen Teil das Wesen und das Verhalten von Menschen, rationales und logisches Denken wird davon überlagert. Daran lässt sich nichts ändern, dies ist unserer Herkunft geschuldet. Wut, Ausgrenzung und andere niedere Instinkte hatten ihren Platz im Überlebenskampf der Evolution. Wenn man dies einmal als Naturgesetz akzeptiert hat, gibt es auch keine Enttäuschungen und Unverständnis mehr über desktruktive und schädliche Verhaltensweisen, so wenig nachvollziehbar diese auch höher gebildeten und sozialisierten Menschen erscheinen mögen.

Was bedeutet das nun für uns, welche in eben dieser heutigen Zeit leben?

Eigentlich sind die Lehren aus der Geschichte sehr einfach. Es wird niemals so sein, das die Menschheit einen Punkt erreicht, an dem sie gemeinsam in Frieden und allgemeinen Wohlstand lebt und an dem dieser Zustand von Dauer ist. Es wird immer Menschen geben, die aus persönlichen Interessen Macht und Gewalt dem friedlichen Zusammenleben vorziehen.

Wer aber eine archaische Welt nicht akzeptieren will, der muss für Frieden und soziale Gerechtigkeit kämpfen, muss aktiv werden und die Strömungen zurückdrängen, die dem entgegen stehen.

Solange Menschen dies tun, ist ein friedliches Miteinander möglich. Wenn jedoch Hass, Gewalt und all die niederen Instinkte die Oberhand gewinnen, wird die Menschheit erneut am Abgrund stehen und vielleicht darüber hinausgehen.

Frieden muss verteidigt werden.

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