Krieg! – Spanien greift Gibraltar an! – Britische Kriegsschiffe auf dem Marsch ins Mittelmeer.

16 Bataillone haben im Morgengrauen mit dem Angriff auf die zu England gehörende Mittelmeerinsel Gibraltar begonnen.

Spanische Artillerie und Flugzeuge bombardieren ununterbrochen die in den Tunneln des Felsen von Gibraltar Schutz suchenden britischen Soldaten, während ein langer Tross von Frauen und Kinder unter dem Geschützhagel auf die den Kämpfen abgewandte Seite der Halbinsel flieht, um dort Schutz zu suchen.

Die Krise hat sich in den letzten Tagen schrittweise massiv verschärft, nachdem britische Politiker zuletzt offen mit Krieg gedroht haben.

Premierministerin Theresa May hat umgehend Vergeltung angedroht und Einheiten der Royal Navy wie Flugzeugträger, Atom U-Boote und weitere Begleitschiffe in Marsch gesetzt.

Mit weiteren schweren Kampfhandlungen ist zu rechnen!

Diese News ist natürlich nur fiktiv… vorerst zumindest.
Wer denkt, das Ganze kann nur ein Witz sein, der sollte mit mir aber einen kurzen Ausflug in die Geschichte und zu aktuelle Äußerungen britischer Politiker unternehmen. Danach wird einem schnell klar, so abwegig ist dann Ganze dann doch nicht mehr.

Gibraltar liegt an einer strategisch äußerst günstigen Lage an der engsten Stelle zwischen Europa und Afrika, von woaus sich der Schiffsverkehr zwischen Atlantik und Mittelmeer kontrollieren lässt. Besetzt wurde schon von den Westgoten.
Im 8. Jahrhundert kamen die Mauren, im 15. Jahrhundert die Spanier, bis sich die Engländer nach einem munteren Hin und Her Ende des 18. Jahrhunderts endgültig festsetzen.
Seit dem kommt es immer wieder zu kleinen Auseinandersetzungen, da Spanien weiterhin seinen Anspruch auf die Halbinsel aufrechterhält.
Zwischen 1969 bis 1985 wurde die Grenze zwischen Spanien und Gribraltar geschlossen, von 2009 bis 2011 kam es immer wieder zu kleineren Grenzzwischenfällen.

Und jetzt der Brexit.

Da scheint doch tatsächlich die überforderte britische Regierung das kleine Inselchen vergessen und es nicht im Antrag auf den Austritt aus der Union erwähnt zu haben.
Damit Spanien nun nicht gleich auf dumme Gedanken kommt und das Desinteresse der britischen Regierung als Einladung zur Übernahme von Gibraltar versteht, haben britische Politiker der zweiten Reihe gleich mal mehr oder weniger unverhohlen mit kriegerischen Handlungen gedroht.

https://www.welt.de/politik/ausland/article163371734/Grossbritannien-verliert-bei-Gibraltar-die-Contenance.html

Wer dennoch meint, Spanien könnte diesen Moment der Schwäche erfolgreich ausnutzen, der sollte sich an den Falklandkrieg und das Wissen auch von britischen Politikern erinnern, das Feinde von Außen Stabilität im Inneren bringen. Es wäre nicht die erste Katastrophe, in die man irgendwie reingestolpert wäre und sich danach an den Kopf greift und fragt, wie konnte das nur passieren. Ich erinnere da an die Julikrise 1914 und den anschließenden Ausbruch des 1.Weltkrieg.

https://www.welt.de/politik/ausland/article163415570/Gibraltar-wirft-spanischem-Marineschiff-illegales-Eindringen-vor.html

Man erkennt daran ganz deutlich, welche großer Garant die Europäische Union für den Frieden sein kann.

Was zwischen fremden Ländern Krieg geben kann, wird in einer Union mit gleichen Idealen, Gesetzen und Währung höchstens ein parlamentarischer Disput sein.

Zerbricht unsere Union, dann ist das nicht zwingend der Beginn gewalttätiger Auseinandersetzungen.
Aber auf dem Weg dahin wären die Menschen in Europa dem ganzen einen riesigen und möglicherweise entscheidenden Schritt näher gekommen.
Der Beweis liegt in der Geschichte unseres Kontinents.

Dazu auch:
Brexit – Chance oder Anfang vom Ende der EU? – von United Europe

Hintergrundinformationen
https://de.wikipedia.org/wiki/Gibraltar#Geschichte
https://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Gibraltar_(1779–1783)

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