USA im Niedergang – Aufbruch in das europäische Jahrhundert?

Wie lange werden die Europäer für die gedankliche Umstellung benötigen, das sie nun alleine ohne die Führung und den Schutz der USA sind und zukünftig nur noch durch ihre Einheit ihre Geschicke selbstbestimmen können?

Aus einer Vogelperspektive über die aktuelle geopolitische Lage kann man folgendes feststellen: die sogenannte westliche Welt unter einer Führung der Vereinigten Staaten von Amerika gibt es so nicht mehr.

Durch eine Reihe von Fehlentscheidungen haben sich die USA seit dem 11. September 2001 schrittweise ins Abseits manövriert und ihre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus erworbene Führerschaft wieder verspielt.

Zum einen der verlorene Krieg im Irak, dann die Folgen eines ungehemmten Kapitalismus mit einer daraus folgenden Bankenkrise und der Bildung eines Heeres von frustrierten Wählern aus Globalisierungsverlierern. Eine fundamentale „Aus Prinzip“ – Opposition der Republikaner, die nur noch den Stillstand und die Totalblockade des politischen Gegners und damit des ganzen Systems, insbesondere von Obama als ersten schwarzen Präsidenten, im Sinn hatte.

Alles dies hat erst zu einem Zustand geführt , in dem ein Präsident Trump möglich wurde, etwas was noch vor Jahren nur als schwarze Satire in der Fernsehserie „Die Simpsons“ denkbar war.

Ziemlich sicher ist, das sich mit dieser Personalie die Probleme der USA nicht verringern, sondern vermehren werden.

Dies hängt vor allen mit der völligen Uneignung von Donald Trump als Präsident zusammen. Als Führer einer ganzen Nation, ja von einer Weltmacht, muss man ein erfahrener Politiker sein!

Es ist ein Irrwitz, das Menschen heutzutage glauben, das völlige Unerfahrenheit in Politik ein Plus ist und für den Job geeigneter macht, als jemanden, der dies von der Picke auf gelernt hat. Auch für das Führen eines ganzen Staates, noch dazu im Wettstreit mit anderen Nationen, braucht man Erfahrung. Niemand möchte zu einem Piloten in das Flugzeug steigen, der nur auf dem Simulator geflogen ist oder sich von einem Chirurgen operieren lassen, der das vorher noch nie gemacht hat.

Donald Trump wird die USA sicherlich noch stärker in die Isolation führen. Das hängt einfach damit zusammen, das die weltweiten Gegenspieler wie Russland oder die Chinesen echte Profis in ihrem Fach sind. Man kann dieses geopolitische Spiel mit einem Boxkampf vergleichen: Trump der Schläger mit großen Schwingern, die anderen provozieren ihn und weichen dann seinen offentsichtlichen Reaktionen einfach nur aus und lassen ihn ausgepowert in die Seile fallen.

Genau dies kann jetzt unsere Chance sein. Überall, wo sich die USA zurückziehen, ist Platz für Europa. Die Voraussetzung dafür ist aber die schrittweise Weiterentwicklung der EU zu den „Vereinigten Staaten von Europa“ oder der „Republik Europa“. Im jetzigen Zustand wird das aber nicht gelingen, dazu ist die EU zu zerstritten und handlungsunfähig. Nur wenn 450 Millionen Europäer mit einer Stimme in der Welt sprechen, werden sie gehört werden.

Angela Merkel scheint dies verstanden zu haben.

Dazu eine Buch-Empfehlung: „Warum Europa eine Republik werden muss!“ von Ulrike Guérot https://itun.es/de/1-rEdb.l

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